Richard D. Wyckoff lehrte, den Markt wie einen einzigen großen Akteur zu lesen — den „Composite Man“. Sein Werk verbindet drei Gesetze, einen wiederkehrenden Marktzyklus und präzise Schemata für Akkumulation und Distribution. Hier interaktiv.
Wyckoff schlug vor, sich den Markt als das Werk eines einzigen, voll informierten Akteurs vorzustellen. Dieser „zusammengesetzte Mann“ akkumuliert leise in der Schwäche, treibt den Kurs nach oben und verteilt in der Stärke — wieder und wieder. Wer seine Spuren in Kurs und Volumen liest, handelt mit ihm statt gegen ihn.
Das erste Gesetz (Angebot & Nachfrage) bestimmt die Richtung: Überwiegt die Nachfrage, steigt der Kurs. Das zweite (Ursache & Wirkung) misst, wie viel Akkumulation eine spätere Bewegung „aufbaut“. Das dritte (Aufwand vs. Resultat) prüft, ob Volumen und Kursbewegung zusammenpassen — oder divergieren.
Jeder Markt durchläuft vier Phasen: eine seitwärts laufende Akkumulation am Boden, den Markup (Aufwärtstrend), eine Distribution am Top und den Markdown (Abwärtstrend). Dann beginnt der Kreislauf von vorn.
Am Boden eines Trends sammelt der Composite Man Bestände ein. Das geschieht in fünf Phasen (A–E) mit charakteristischen Ereignissen. Klicke auf ein Event im Chart — oder auf die Kürzel — und lies, was es bedeutet.
Am Top kehrt sich alles um: Der Composite Man verteilt seine Bestände an die Masse. Auch hier fünf Phasen (A–E) — mit eigenen Ereignissen. Klicke dich durch.
Wyckoffs systematischer Weg von der Marktanalyse zum Einstieg.
Wo steht der Markt jetzt — und wohin dürfte er gehen? Position und wahrscheinliche Richtung des Index klären.
Aktien, die mit dem Markt laufen — stärker als der Index in Aufwärts-, schwächer in Abwärtsphasen (relative Stärke).
Werte mit ausreichend aufgebauter Ursache (Trading Range) suchen — genug Akkumulation für ein lohnendes Ziel (Point & Figure).
Bestätigen, dass der Wert bereit ist, sich zu bewegen — Spring, SOS, LPS oder die entsprechenden Distributions-Signale.
Den Einstieg mit einer Wende des Gesamtmarkts abstimmen — so steigt die Trefferwahrscheinlichkeit.
Drei Gedanken, die alles tragen.
Lies Akkumulation und Distribution in Kurs und Volumen — und folge der „starken Hand“ statt der Masse.
Je breiter die seitwärts aufgebaute Ursache, desto größer die spätere Trendbewegung.
Großes Volumen mit kleiner Kursbewegung verrät Widerstand — ein Warnsignal für eine Wende.